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Wie Peer-to-Peer Netzwerke sich wirklich verhalten
Autor: K. Jünemann Links:
Quelle: SCC-News, Heft 01/2011, Steinbuch Centre for Computing (SCC), S. 13-15, März 2011
BitTorrent kann heute als einer der am weitesten verbreitete und bekannteste Vertreter der Peer-to-Peer (P2P) Netzwerke gelten. P2P-Netzwerke sind logische, meist auf dem Internet aufsetzende Rechnernetze, dessen Teilnehmer (engl. Peers) untereinander gleichberechtigt einen bestimmten Dienst sowohl anbieten als auch nachfragen - im Gegensatz zum etwa beim World-Wide-Web eingesetzten Client-Server-Prinzip. Neben der Nutzung als Tauschbörse bilden P2P-Netzwerke heute die Basis für eine Vielzahl anderer Systeme aus Wirtschaft und Forschung, beispielsweise der verbreitete Sprach- und Videotelefoniedienst Skype. Da Peers zu jeder Zeit einem P2P-Netzwerk beitreten oder es wieder verlassen können, unterliegt Größe und Zusammensetzung des P2P-Netzes meist starken Schwankungen. Die Forschungsgruppe für dezentrale Systeme und Netzdienste (DSN) führt derzeit umfangreiche Messungen an dem von auf dem Kademlia-Protokoll basierenden BitTorrent-Netzwerk durch. Die durch die Messungen gewonnenen Erkenntnisse ermöglichen die Optimierung von P2P-Protokollen und deren Einsatz als "IT-Basisdienst".