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KIT Workshop "Virtuelle Netze und Netzvirtualisierung" am 9. Februar 2011

Die Virtualisierung von Systemen und Netzen ist ein fester Bestandteil in aktuellen IT-Landschaften von kleiner und großer Natur. Die Motivation hierfür liegt meist in der erhöhten Flexibilität, mit der auf Änderungen in den Anforderungen und in der Struktur der Systeme reagiert werden kann. Die Nachteile und Probleme die durch den Einsatz von Virtualisierungstechnologien einher gehen können werden jedoch oftmals entweder leichtfertig ignoriert, oder nicht explizit wahrgenommen.

Im Rahmen des Kompetenzfeldseminars "Virtuelle Netze und Netzvirtualisierung" möchten wir diese Problematik aus unterschiedlichen Blickrichtungen beleuchten und neben der Forschungssicht auch die Sicht von Netzbetreibern und Standardisierungseinrichtungen einnehmen. Hierzu gehören Fragestellungen wie "Mit welchen Problemen wird man typischerweise während des Betriebs von virtuellen Netzen konfrontiert?", "Welche Problemstellungen lassen sich mit Hilfe von virtuellen Netzen lösen?" oder "Existiert ein einheitliches Verständnis was virtuelle Netze sind, was sie nicht sind, und was sie ausmachen?".

Veranstaltungsort

Karlsruher Institut für Technologie
Steinbuch Centre for Computing, Campus Süd
Gebäude 20.20, Raum: 062 (Erdgeschoss)

Vortragsprogramm

Netzvirtualisierung am SCC - (Reinhard Strebler, Steinbuch Centre for Computing, KIT)

Erste Schritte einer Virtualisierung im Netzwerkbereich begannen bereits in den frühen 90er Jahren, wenn auch auf einem technisch sehr niedrigen Level. Mit dem Standard IEEE 802.1Q im Jahr 1996 wurden Virtuelle LANs übergreifend ermöglicht. Weitere Standards unterstützten Virtualisierungen auf Schicht 3 des OSI-Modells. Neue proprietäre Entwicklungen erlauben die Virtualisierung von Netzkomponenten über größere Distanzen. Konkrete Beispiele sind hier Cisco VSS und Enterasys CBT. Hierdurch ergeben sich positive Effekte für die Verfügbarkeit der Netze. Abschließend wird der Einsatz der unterschiedlichen Virtualisierungstechnik im KITnet dargelegt.

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Virtual Networks at 1&1 (Matthias Müller, 1&1 Internet AG)

Initial wird der Hauptfokus vorgestellt, den virtuelle Netzwerke für die 1&1 haben: schnell und flexibel auf Anforderungen an das Netzwerk reagieren zu können. Anschliessend werden aktuell eingesetzte Technologien kurz vorgestellt und erläutert, wie diese helfen diesem Ziel näher zu kommen. Abschliessend erfolgt ein kurzer Überblick auf zukünftige Herausforderungen, den wir für unser Netzwerk im Bereich Netzwerk Virtualisierung sehen und mögliche Technologien, mit denen diese vielleicht gemeistert werden können.

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IRTF Virtual Networks Research Group (VNRG) (Martin Stiemerling, NEC Laboraties Europe)

Virtual Networks is one approach which is seen as a promising building block of the Future Internet.  However, virtual networks pose architectural, implementation, operational and management challenges to all "participants" of the network and is by today not well understood. For instance, it can be beneficial in large scale test beds, but still raises questions if virtual networks are added to a Future Internet architecture, so that they can be used on a global scale. The Virtual Networks Research Groups (VNRG) at the Internet Research Task Force (IRTF)is addressing parts of the challenges, as for instance, how end hosts can be included in a Virtual Network. The talk will explore the challenges addressed by the VNRG.

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Research for Large Scale Network Virtualization (Roland Bless, Institut für Telematik, KIT)

Techniken zur Virtualisierung von Netzen existieren bereits schon lange und zahlreich. In jüngster Zeit scheint der Bedarf an virtualisierten Umgebungen insgesamt zu steigen. In diesem Vortrag werden unterschiedliche Motivationen für die Nutzung von Netzvirtualisierungstechniken präsentiert sowie ein Rahmenwerk für den breiteren, globalen und kommerzialisierten Einsatz beschrieben. Des Weiteren wird aufgezeigt, welche Forschungsfragen in diesem Umfeld noch zu lösen sind.

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Virtual Networks - An Enabler for Network Resilience (Marcus Schöller, NEC Laboraties Europe)

Resilient networked systems are an important prerequisite for current and future electronic service ecosystems that must deliver defined performance to its users. A promising way to achieve resilience is to autonomously apply remedies during adverse conditions, such as hardware failures, system overload or cyber-attacks. Typical remedies to counteract non-normal behaviour may change protocol or service parameters or introduce additional functionality to the network stack. Whichever remedy is chosen, improving the performance of one service may negatively impact the performance of another service due to higher resource demands of the new or modified protocol functionalities or due to unforeseen side effects of the remedy.
Thus, we propose to dynamically create virtual network slices in order to isolate the traffic classes affected by the adverse condition before applying the remedy. We propose to create a dedicated virtual network slice in which a remedy is applied to all or only a subset of the affected traffic classes, depending on the amount of resources available in the affected network environment.

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Bilder

KF Seminar Teilnehmer KF Seminar Strebler KF Seminar Stiemerling
KF Seminar Mueller KF Seminar Bless KF Seminar Schoeller